Was ist eine Fiat Währung?

Moderne Währungen sind nicht an den Preis eines bestimmten Rohstoffes gebunden, deshalb lassen sie sich als Fiat-Währungen bezeichnen. Fiatgeld hat keinen inneren Wert, da es auf Vertrauen in eine Regierung oder einer Zentralbank basiert. Es ist ein gesetzlich festgelegtes Zahlungsmittel, welches gut funktioniert, wenn Konsens im Land besteht. So haben wir sofort eine Vorstellung davon, was es beispielsweise für fünfzig Euro zu kaufen gibt. Dennoch ist es nicht an reale Sachwerte gebunden.

Der Begriff „Fiat“ leitet sich vom lateinischen Wort für „entstehen (fieri)“ ab. Dies hat nichts mit der gleichnamigen Automarke aus Italien zu tun, dessen Abkürzung eine andere Bedeutung hat. Im Gegensatz dazu gibt es Warengeld, wie Gold oder Silber, welches einen eigenen Wert besitzt. Edelmetalle sind endlich und lassen sich nicht beliebig reproduzieren.

Fiatgeld ist dagegen nicht limitiert. Daher kann der Staat oder die Zentralbank beliebig viel Geld in Umlauf bringen, um die Stabilität der Währung zu regulieren. Der Wert einer Währung ist somit rein fiktiv, wie vom Herausgeber festgelegt. Klassische Währungen, wie Euro oder US-Dollar gehören damit zu den Fiat-Währungen, als gesetzliches Zahlungsmittel im Land. Der Staat verspricht, dass sich diese in Güter und Dienstleistungen eintauschen lassen.

Fiat-Währungen erleichtern den globalen Handel

Für die einzelnen Staaten bieten die Fiat-Währungen viele Vorteile. So sind die Herstellungskosten sehr gering, denn es muss lediglich Papier gedruckt werden. Die Länder erkennen ihre Währungen untereinander an, welches den internationalen Handel erheblich erleichtert. So können Sie etwa Euro in US-Dollar eintauschen und erhalten den entsprechenden Gegenwert, je nach Kurs. Da die Zentralbanken die Geldmenge beeinflussen, lassen sich Kreditversorgung und Geldfluss effektiv regulieren, um negative Effekte auf die Wirtschaft zu verhindern.

Der Vorteil von Fiatgeld ist:
  • Die Herstellung ist kostengünstig im Vergleich zu Gold- und Silbermünzen.
  • Es ist leicht tauschbar.
  • Zentralbanken können damit die Kreditversorgung sowie den Geldfluss beeinflussen.

Die Nachteile der Fiat-Währungen

Leider gibt es auch einige Nachteile, gerade, weil eine Fiat-Währung keinen Gegenwert besitzt. Daher hängt die Stabilität sehr von einer verantwortungsvollen Fiskalpolitik sowie Regulierungen seitens des Staates ab. Theoretisch lässt sich immer neues Geld herstellen, was jedoch mit der Zeit zu einer Entwertung respektive Inflation führen kann. Das Geld könnte sogar völlig wertlos werden und seine Kaufkraft komplett verlieren. So geschehen in der Weimarer Republik, in Folge der Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg. Dazu war die deutsche Wirtschaft nicht in der Lage, da sie unter enormen finanziellem Druck stand. Deshalb ließ die Regierung große Mengen an ungedecktem Papiergeld drucken. Dies führte zu einer katastrophalen Hyperinflation und die Bevölkerung verlor komplett das Vertrauen. Das Geldsystem brach vollständig zusammen.

Vom Goldstandard zur heutigen Währung

Später entwickelten sich Fiat-Währungen zu Papierwährungen, die mit Gold hinterlegt waren. Dies ging bis 1971, als Richard Nixon den Goldstandard aufhoben durfte. Bis dahin war der Dollar mit einem festen Preis von 35 Dollar je Unze an Gold gekoppelt. Wichtige Weltwährungen hatten einen festen Wechselkurs zum Dollar, daher waren sie indirekt auch an Gold gebunden. Dies war die Zeit des Bretton-Woods-Systems. Das verhalf auch Deutschland zu einem Aufschwung, denn durch die stabilen Wechselkurse konnte die Bundesrepublik Deutschland eine Exportmacht werden. Es wurde viel mehr exportiert, als importiert, daher kam es zu einer intensiven Anlage von Goldreserven. Dazu war die D-Mark stark unterbewertet. Noch heute verfügt der deutsche Staat über die zweitgrößten Goldreserven der Welt.

Der Goldstandard legte den Notenbanken gewisse Beschränkungen auf, dies war nun vorbei. Die europäischen Länder schlossen sich zur sogenannten Währungsschlange zusammen, um die Wechselkurse untereinander zu fixieren. Darauf folgte das europäische Wirtschaftssystem, das in Europa einen einheitlichen Wirtschaftsraum schaffen sollte. Dies alles mündete in der Entwicklung des Euro.

Zentralbanken erfüllen wichtige Aufgaben, dennoch gibt es Gefahren

Die Zentralbank übernimmt wichtige Aufgaben in der Geld- und Währungspolitik des jeweiligen Staates. Das Preis- und Geldwertniveau einer Währung soll stabil gehalten werden. Damit fungiert sie als Instrument der Wirtschaftsteuerung, denn sie bestimmt den Leitzins. Das ist der Zins, den sie von den Geschäftsbanken für die Überlassung von Bargeld verlangt. Ist dieser Zins hoch, so nehmen die Geschäftsbanken weniger Geld von der Zentralbank auf und die Geldmenge geht zurück. Ist der Zins niedrig, lässt sich mehr Geld verleihen. Die Zentralbank ist unabhängig von der Politik und trifft eigene Entscheidungen. Dennoch besteht die Gefahr, fiskalpolitische Entscheidungen des Staates mit zu berücksichtigen. Zentralbanken könnten jederzeit Geld nachdrucken und so die Inflation anheizen.

Kryptowährungen sind dezentral organisiert

Im Gegensatz dazu gibt es die Kryptowährungen, die ebenfalls einen Tauschhandel ermöglichen und als Wertanlage dienen können. Das haben sie mit den Fiat-Währungen gemeinsam. Allerdings benötigt eine Kryptowährung keine Bank oder Regierung, um sie ausgeben sowie empfangen zu können. Kryptowährungen können also nicht jederzeit nachgedruckt werden, daher sind sie oft knapper als Gold.

So haben Kryptowährungen einen intrinsischen Wert, der über das Vertrauen seiner Nutzer hinausgeht. Der Wert ist davon abhängig, wie effizient sie als Tauschmittel sind. Wenn Menschen erwarten, damit etwas kaufen zu können, ist Vertrauen und Wert da. Dieser Wert ist nicht von einer einzigen Instanz bestimmt, sondern durch Angebot und Nachfrage. Im Gegensatz zur Geldpolitik der Fiat-Währungen ist hier vieles dezentral organisiert und nicht so stark von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst.

Während einzelne Staaten von ihrer Zentralbank abhängig sind, welche die monetäre Basis des Landes kontrolliert, erfolgt die Erzeugung von Kryptowährungen nach strengen Protokollen in Computernetzwerken. Diese sind meistens dezentral organisiert. Theoretisch gibt es hier auch keine Obergrenze, dies hängt von der jeweiligen Währung ab.

Komplexe Berechnungen zur Erzeugung von Kryptowährungen

Mit komplexen Berechnungen können neue Einheiten erzeugt werden, dies wird Mining genannt. Dazu kommt das Staking, indem die Kryptowährung auf der entsprechenden Plattform gehalten wird. Dafür erhält derjenige, der die Währung dort hält, eine Belohnung. Entstehen neue Tokens einer Kryptowährung, so bezeichnet man dies als Minting. Dies sind nur einige Fachbegriffe, die Dir immer wieder begegnen werden.

Kryptowährungen sind ausschließlich digital, da es weder Münzen noch Scheine gibt. Die manchmal in Onlineshops angebotenen Prägemünzen sind lediglich ein Marketing-Gag und Fanartikel zum Sammeln.

Der entscheidende Vorteil ist die Unabhängigkeit gegenüber der Einflussnahme des Staates oder einer Zentralbank. Dennoch können auch Kryptowährungen äußerst volatil sein, allerdings aus anderen Gründen. Daher solltest Du Dich intensiv mit diesem Thema beschäftigen, bevor Du investierst.

Neben der Funktion Wertanlage gibt es bereits reale Akzeptanzstellen, bei denen mit Kryptowährungen bezahlt werden kann. Die Bedeutung dieser Währungen kann also in den nächsten Jahren noch steigen. Inzwischen arbeiten bereits mehrere Staaten daran, eigene digitale Währungen auf die Beine zu stellen. Viele Länder möchten sich die Kontrolle nicht aus der Hand nehmen lassen, daher könnte eine Gegenbewegung entstehen, die wieder zu mehr Aufsicht durch den Staat führt.

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